... Ebenso wie ein Grashalm sich nicht dem Wind entgegenstemmt, sondern ausweicht und fest mit dem Boden verbunden jeden Angriff übersteht, zeigt Aikido einem Angreifer die Sinnlosigkeit seiner Handlung. Das Prinzip heißt Ausweichen, die Energie des Angreifers aufnehmen und mit der eingenen vereinen. Gegensätze werden aufgehoben. Bewegungen gehen ineinander über. Einmal in die Welt des Verteidigers eingedrungen, gelten dessen Regeln. Das ermöglicht diesem, nicht nur sich selbst, sondern auch Leben und Gesundheit des Anderen zu schützen. Aikido ist überwiegend eine defensive Kampfkunst gegen bewaffnete und unbewaffnete Angreifer. Zusätzlich zu den waffenlosen Techniken lehrt Aikido auch den Umgang mit Stock, Messer und Schwert. Aikido kennt weder Wettkämpfe, noch gibt es Gewichts- oder Altersklassen. Es eignet sich daher für Frauen und Männer in gleichem Maße. Die Prinzipien des Aikido beruhen auf der Fähigkeit, Handlungen harmonisch (AI) zu koordinieren und mit zentriertem Bewußtsein als lenkende Kraft (KI) die entscheidende Richtung zu geben. Ähnlich den Lehren des ZEN werden auch im Aikido Körperhaltung und Einstellung trainiert, die diesen Weg (DO) erleichtern und festigen.